Krieg im Iran – Auswirkungen auf internationale Handelsrouten

Durch den Kriegsausbruch im Iran vom 28. Februar 2026, ausgelöst durch massive militärische Angriffe der USA und Israels auf iranisches Staatsgebiet, einschliesslich Luft- und Raketenangriffen auf iranische Infrastruktur. Iran hat darauf zurückgeschlagen und es herrscht aktuell eine deutliche Eskalation im Nahen Osten mit erheblichen globalen Folgen.

Diese militärische Eskalation hat unmittelbare Auswirkungen auf zentrale Handels- und Transportwege im Nahen Osten und damit auch auf den internationalen Warentransport von China nach Europa — eine der wichtigsten Handelsachsen der Welt. Der Krieg in Iran beeinflusst den internationalen Warentransport zwischen China und Europa direkt durch Störungen auf Seewegen, steigende Kosten und längere Lieferzeiten — und indirekt durch höhere Energiepreise und global wirtschaftliche Unsicherheit. Die Situation entwickelt sich dynamisch und Logistikunternehmen, Reedereien und Exporteure passen bereits ihre Strategien an, um Risiken zu minimieren. Wir von FairTex Group sind im intensiven Austausch mit unseren Logstikpartnern uns setzen alles daran, dass dies für unsere Kundschaft keine negativen Einflüsse hat. Aktuell beurteilen wir die Situation wie folgt:

FairTex Group Meerenge Hormus

1. Bedeutung des Persischen Golfs für den Warentransport

Die Meerenge von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und ist einer der strategisch bedeutendsten Seewege der Welt:

  • Durch sie wird ein sehr grosser Teil der weltweiten Öl- und Gasversorgung transportiert, etwa 20 % des globalen Öls und erheblicher LNG-Handel.
  • Auch wenn es primär ein Energiekorridor ist, nutzen viele Frachtschiffe, die Waren von Asien (einschliesslich China) nach Europa und anderswo transportieren, Routen durch die Nähe dieser Region oder Wege, die auf der Benutzung von Suez/Red Sea basieren.

 

Ein eskalierender Krieg in Iran bringt diese Region in den Fokus weltweiter Lieferketten, einer Region, die bereits 2023/2024 durch Spannungen und Vorfälle wie die Iranische Beschlagnahmung der MSC Aries gezeigt hat, wie empfindlich Schifffahrtswege dort reagieren.

2. Direkte Störungen von Schifffahrtsrouten

Aktuelle Berichte zeigen, dass Schiffsverkehr auf riskanten Routen bereits reagiert:

Diverse Redereien ändern Routen und stoppen die Hormuz-Transits

  • Im Zuge der jüngsten Eskalation haben führende Containerreedereien Transits durch die Strasse von Hormus ausgesetzt und Schiffe umgeleitet, weil die Gefahr in der Region zunimmt.
  • Zahlreiche Containerschiffe sind derzeit im persischen Golf blockiert oder umgeroutet. Das schafft enorme Verzögerungen in der globalen Lieferkette und wirkt sich direkt auf Transportzeiten und Kosten aus.

Ausweichrouten sind jedoch länger und teurer. Sobald traditionelle Routen entlang des Persischen Golfs unsicher werden, müssen Containerdienste alternative Wege nutzen, z. B. via Kap der Guten Hoffnung um Afrika herum, was die Reisezeit um mehrere Tage (10–15 Tage oder mehr) verlängert.
Das drückt auf Umlaufzeiten von Schiffen und verknappt Transportkapazitäten, was die Preise für Fracht und Frachtsicherungen in die Höhe treibt.

FairTex Group Transportweg Fernost

3. Auswirkungen auf Transportkosten, Versicherung und Lieferzeiten

Eine der beiden direkten Hauptauswirkungen sind steigende Transportkosten

  • Bereits vor dem jüngsten Konflikt stiegen die Frachtraten für Containertransporte (z. B. von China nach Europa) deutlich gegenüber Vorjahren wegen Risiken im Nahen Osten.
  • Jetzt gehen Expertinnen und Exporteure davon aus, dass Verschiffungskosten, Frachtraten und Versicherungspreise weiter steigen, weil Reedereien Risikozonen meiden müssen und Versicherer höhere Kriegspauschalen verlangen.

Die zweite massive Beeinträchtigung sind längere Lieferketten & Verzögerungen

  • Wenn Schiffe Umwege fahren oder Häfen meiden, verlängert sich die Transitzeit erheblich.
  • Logistikketten werden instabiler — verspätete Container, überfüllte alternative Häfen und Engpässe bei Landtransporten sind wahrscheinlich.

4. Energiemärkte und indirekte Effekte

Auch wenn es hier um Warentransport geht, ist es wichtig zu verstehen:

  • Öl- und Gaspreise reagieren direkt auf den Konflikt. Bereits kurz nach Beginn stiegen Rohölpreise an und die kritische Lage im Persischen Golf hat die globale Energieversorgung verunsichert.
  • Höhere Energiepreise wirken rückkopplend auf Transportkosten. Treibstoffpreise steigen, was die Kosten für Schiffstreibstoff, Lkw-Transport und Inlandlogistik erhöht.

Dies wiederum macht den gesamten Warenfluss von China nach Europa – nicht nur per Schiff, sondern auch weiterführend per Bahn und LKW – teurer.

5. Weitere indirekte Auswirkungen

Die Fracht und Versicherung werden teurer. Exportverbände und Händler warnen, dass die andauernde Eskalation bereits Versicherungskosten hochtreibt und globale Lieferketten instabil macht.

Routenvermeidung wir den Druck erhöhen. Containerlinien und Frachtführer vermeiden das Risiko, was zu Hafenstaus, Verzögerungen und höheren Preisen führt, vor allem wenn Hormuz und sogar Suez/Red Sea-Region betroffen sind.

 

Routen im Persischen Golf und angrenzenden Schifffahrtswegen sind gefährdet, weshalb davon auszugehen ist, dass kurzfristig Schiffe umgeroutet werden. Die Fracht- und Versicherungskosten dürften steigen und Lieferzeiten sich verlängern.

Es ist zu hoffen, dass sich der Konflikt möglichst schnell auflöst. Ansonsten bleibt der Druck auf Lieferketten gross und es könnten strukturelle Veränderungen in der globalen Seeschifffahrt nötig werden. Speditionen und Logistiker müssen möglicherweise neue, sicherere Routen priorisieren, was aber zusätzliche Kosten verursacht.

FairTex Group Containerschiff

Weitere News